WIRR – WOO – LAAS
Oder ist das Kunst?

Ein Experiment über den DaDa-Künstler Kurt Schwitters!

Ja, wohl wahr: ein Experiment? Nein, viel mehr noch: es ist eine Collage zwischen Dichtung, Musik und Kunst!

Kurt Schwitters hätte seine pure Freude und Lust daran gehabt – denn alles ist MERZ – im Sinne von MERZ-Kunst – und wenn das nicht MERZ ist, was ist dann MERZ?

So wurde ein Programm zu Ehren des berühmten Dadaisten kreiert, in der Lyrik, Prosa und Lieder dieses Dadakünstlers der ersten Stunde zu erleben sind.

Es ist eine Hommage geschaffen worden, bei der sich sowohl bei den Textmontagen und der szenischen Umsetzung an das Vorbild Schwitters gehalten wurde, mit seinen Vortragsabenden und seinem Collagenprinzip in der MERZ-Kunst. So schnitzeln sich Lautgedichte und Lieder zusammen und werden begleitet von den intensiven Klängen der Glasharfe (Cristal). Es reichen sich Romantik und Dadaismus die Hand.

Kurt Schwitters‘ längerfristige Wirkung kann einem unterirdisch in alle Richtungen fliessenden Strom verglichen werden, irgendwo zwischen Gertrude Stein und Marcel Duchamp: er begeisterte die Beats, sein Zugriff auf die Reklame lebte in der Pop-Art weiter, seine Feste und Auftritte gingen den Happenings und Performances voraus, Schwitters‘ Lautgedichte beeinflussten die poésie sonore, seine Lyrik die konkrete Poesie, seine MERZ-Bühne antizipierte das Living Theatre, das Theater der neuen Objektivität, und wenn man Greil Marcus paraphrasieren will, so dröhnt sein Non-Sense-Bellen noch im Brummen des Punk fort.

In diesem Programm soll an einen Künstler erinnert werden, der einmal bemerkte: „Wenn du mich nicht siehst, so brauche ich deshalb und desdreiviertel doch nicht unanwesend zu sein“.