Morgenstern-Programm

„… und nichts ist außer mir“

Christian Morgenstern gehört glücklicherweise zu den Dichtern, deren Gedichte keinen Staub ansetzen. Dass er trotz eines nicht einfachen Lebens soviel Heiteres geschrieben hat, ist es wert auf die Bühne gebracht und erzählt zu werden. Das ist für mich die Intention gewesen, mich mit Christian Morgenstern zu beschäftigen und eine Auswahl an Gedichten zu sprechen, zu spielen oder pantomimisch umzusetzen. Vorrangig geht es mir dabei nicht um eine „Lesung“, sondern vielmehr um das „Spielen“ von impressionistischen Perlen seiner Werke. Wie in meinem vorangegangenen Programmen werden von mir kurze Lebensstationen des Dichters in den Vortrag mit eingestreut um so dem Zuhörer und Zuschauer das Leben und Werk Morgensterns näher zu bringen.

Heute sind seine Gedichte fast schon Volksgut. Sätze daraus wurden zu geflügelten Worten, wie: „selig lächelnd wie ein satter Säugling“ oder „weil, so schließt er messerscharf, nicht sein kann, was nicht sein darf“. Die musikalische Begleitung übernimmt auch in diesem Programm Steffen Wendel an der Gitarre.

 

Ringelnatz-Programm

„Es wippt eine Lampe durch die Nacht“

In diesem Programm erzählt Hagen Möckel über den beliebten deutschen Dichter Joachim Ringelnatz und natürlich über seine poetischen Werke. Um dessen lustige Reimereien zu neuem Leben zu erwecken, werden die Gedichte und Lebensstationen szenisch umgesetzt.

Ein Programm zwischen tief empfundener Abenteuersehnsucht, jede Menge Seemannsgarn und zotiger Aufschneiderei nimmt seinen beschwingt-fröhlichen Lauf. Möckel wäre sich sicher, nach 2 Stunden Geschichten über Fern- und Heimweh, nach dem letzten gespielten Gedicht würden einige Zuschauer bestimmt sofort auf dem nächsten Dampfer anheuern, um es dem Seemann aus Sachsen, Joachim Ringelnatz, gleich zu tun. Musikalisch wird Hagen Möckel zu diesem Programm begleitet von Steffen Wendel an der Gitarre.

 

Schwitters-Programm

„Mein humorvolles Lachen sei Ihnen ein Zeichen dafür, dass wir uns gut zusammen unterhalten werden.“ (Kurt Schwitters)

Eine Performance rund um die “Ursonate” von Kurt Schwitters, in der Hagen Möckel versucht seine Eigene Interpratation in den Vordergrund zu stellen und so zu einem Grenzgänger zwischen Dadaismus und Surrealismus zu werden. Im Mittelpunkt dieser Aufführung steht ein ganz besonderes, fast unspielbares, „verrücktes“ Werk von Kurt Schwitters: die Ursonate. Akustische Unterstützung findet dieses beinahe abenteuerliche Anliegen durch eine weitere Grenzgängerin, der Malerin, Performerin und Tablaspielerin Antje Görner.

 

Kinski-Programm

„Aber ich darf nicht jammern! Ich darf auf keinen Fall verzweifelt sein! Nicht einmal traurig! Das vermindert den Haß, ich brauche Haß! Keine Verachtung, Verachtung ermüdet, ich brauche bösen, rachgierigen Haß!“ (Klaus Kinski)

Hagen Möckel spricht die Gedichte von Klaus Kinski, begleitet von Christian Kaiser am Saxophon, die die Zeilen eines jungen angreifbaren Kinski´s sind. Die Gedichte vor 50 Jahren in einer aufwühlenden Phase geschrieben und vor nicht all zu langer Zeit im Eichborn-Verlag erschienen, zeigen einen klagenden jungen Dichter. Sie sind voller Verzweiflung und Abschaum.

 

« Vorherige Einträge