Lyrische Aussendung KW 39

Ich lade Sie herzlich ein zu einer Expedition in die Welt der Kleinigkeiten.

Als ich am Mittwoch gen Halle fuhr wurde ich ein Stück meines Weges von einem Regenbogen begleitet. Sofort änderte sich mein Gesichtsausdruck und es erschien ein Lächeln auf meinem Gesicht. So ging es mir durch den Kopf, dass in der heutigen Zeit die Menschen fast ausschließlich mit sich selbst beschäftigt sind. Die Wenigsten reden miteinander, viel mehr hetzen Sie durch den Alltag, meist noch mit Kopfhörern und schotten sich auf diese Art und Weise noch mehr von der Außenwelt ab. Ich freute mich über die Begegnung mit dem Regenbogen und es änderte sich mein Gemütszustand. Man kommt aus dem Staunen über dieses kleine Naturschauspiel gar nicht mehr heraus und ist immer versucht irgendwie das Ende eines solchen Bogens zu erreichen. In meiner Beobachtung anderer Menschen fragte ich mich: „Geht es verloren, das sich freuen über diese vermeintlichen Kleinigkeiten?“

Es erscheint manchmal durchaus sehr sinnvoll, das kleine Kind in sich wieder zu entdecken.

Nicht Geld, Automarke und große Geschenke ist, was im Leben zählt, sondern die Kleinigkeiten sind es die ein Lächeln auf das Gesicht zaubern.

Also lade ich Sie herzlich ein, auf eine Expedition in die Welt der Kleinigkeiten. Unkonventionell und spielerisch wie auch Joachim Ringelnatz über dessen Leben und Werk ich in der Villa del Vino berichten werde.

Ich freue mich wenn wir dann gemeinsam knallvergnügt sein werden, wie es in meinem heutigen Wochengedicht von Joachim Ringelnatz „Morgenwonne“ heißt und wir uns erfreuen bei einem guten Tropfen Wein und diesem wunderbaren Dichter gedenken.